Mexiko: Ermordete Journalistin Roxana Guzmán identifiziert
Pressefreiheit ist keine abstrakte Forderung – sie ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen über Machtmissbrauch informiert werden können. Wenn Journalistinnen wie Roxana Guzmán entführt und getötet werden, stirbt mit ihnen auch das Wissen, das sie gesammelt hätten. Dass ausgerechnet Polizeibeamte an der Tat beteiligt sein sollen, zeigt, wie tief staatliche Strukturen in Mexiko unterwandert sein können – eine Entwicklung, die die gesamte demokratische Öffentlichkeit gefährdet.
Mexiko ist laut Komitee zum Schutz von Journalisten das gefährlichste Land der Welt für Medienschaffende – und dieser Fall macht sichtbar, warum: Entführung, Mord, mutmaßliche Polizeibeteiligung, keine geklärten Motive. Für die internationale Gemeinschaft stellt sich die Frage, welchen Druck sie aufbauen kann und will, damit Mexiko Journalistenschutz endlich ernst nimmt. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder das CPJ sind dabei unverzichtbar – sie halten die Fälle in der Öffentlichkeit, auch wenn Behörden schweigen.