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Monday, 14. September 2026
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International

Mexiko: Vierter Journalist innerhalb eines Monats ermordet

In Mexiko wurde der Journalist Josué Martínez Contreras am 17. Juli 2026 vor seinem Haus erschossen – es ist bereits der vierte Mord an einem Medienschaffenden innerhalb eines Monats. Internationale Pressefreiheitsorganisationen fordern von den mexikanischen Behörden eine konsequente Strafverfolgung, um die weitverbreitete Straflosigkeit bei Angriffen auf Journalisten zu beenden. Die anhaltende Gewalt macht Mexiko zu einem der weltweit gefährlichsten Länder für die freie Presse. Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig internationale Solidarität und politischer Druck zum Schutz von Medienschaffenden weltweit sind.

Wenn Journalisten systematisch ermordet werden, stirbt mit ihnen das Recht der Bevölkerung auf unabhängige Information – das ist kein mexikanisches Problem, sondern ein globales demokratisches Versagen. Straflosigkeit sendet ein klares Signal an alle, die Mächtigen kontrollieren wollen: Schweigen oder sterben. Für eine offene Gesellschaft ist die physische Sicherheit von Journalist:innen keine Frage des Komforts, sondern eine Grundbedingung für funktionierende Demokratie.

Der Fall Martínez steht exemplarisch für das Versagen staatlicher Schutzpflichten gegenüber denjenigen, die Öffentlichkeit herstellen. Internationale Pressefreiheitsorganisationen können dokumentieren – doch ohne politischen Druck auf Mexiko durch EU und UN bleibt Dokumentation Mahnmal statt Schutz. Für europäische Zivilgesellschaft bedeutet das konkret: Solidarität mit mexikanischen Journalisten muss über Beileidsbekundungen hinausgehen und politische Forderungen nach diplomatischem Druck einschließen.