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Saturday, 26. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Mexiko: Welle von Journalistenmorden – Straflosigkeit stoppen

In Mexiko wurden 2026 bereits sechs Journalistinnen und Journalisten ermordet – fünf davon in nur zwei Monaten. Staatliche Behörden versagen bei der Strafverfolgung weitgehend, weshalb die Pressefreiheitsorganisation CPJ die Übernahme aller Fälle durch die Bundesstaatsanwaltschaft fordert. Bundesermittlungen haben in der Vergangenheit nachweislich zu Verurteilungen geführt, während Straflosigkeit als wichtigster Treiber weiterer Gewalt gilt. Ohne klare Verantwortlichkeit auf höchster staatlicher Ebene bleibt der Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein leeres Versprechen.

Pressefreiheit ist keine Fachfrage – sie ist die Grundlage dafür, dass Bürgerinnen und Bürger überhaupt wissen können, was in ihrer Gesellschaft passiert. Wo Journalistinnen und Journalisten mit dem Tod bedroht werden und der Staat wegschaut, stirbt nicht nur die freie Presse, sondern auch die Kontrolle über Machtmissbrauch. Was in Mexiko passiert, ist ein Warnsignal für alle Demokratien: Straflosigkeit ist kein Zufall, sondern System.

Die Forderung nach Föderalisierung der Ermittlungen zeigt einen konkreten strukturellen Lösungsansatz: Wenn Landesbehörden scheitern oder wegschauen, braucht es übergeordnete Institutionen mit echter Durchsetzungskraft. Dieses Prinzip gilt auch jenseits Mexikos – in vielen Ländern ist die Frage, wer Verbrechen gegen die Pressefreiheit untersucht, entscheidend dafür, ob sie überhaupt aufgeklärt werden. Internationale Organisationen wie CPJ schaffen Öffentlichkeit und üben Druck aus, der auf nationaler Ebene fehlt.