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Thursday, 17. September 2026
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International

Mexiko will Doppelstaatsbürger von Präsidentschaft ausschließen

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum schlägt eine Verfassungsänderung vor, die Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft von höchsten Staatsämtern ausschließen soll. Hintergrund ist die Sorge um wachsenden ausländischen Einfluss auf lateinamerikanische Demokratien, nachdem in Kolumbien und Ecuador bereits Staatschefs mit US-Staatsbürgerschaft regieren. Die Reform wird von Politikwissenschaftlern unterschiedlich bewertet: als legitimes Souveränitätsschutzinstrument einerseits oder als potenziell autoritäre Einschränkung politischer Teilhabe andererseits. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern zeigt diese Debatte, wie Fragen nationaler Souveränität und demokratischer Offenheit auch in stabilen Demokratien neu ausgehandelt werden müssen.

Die Debatte um nationale Souveränität gegenüber externer politischer Einflussnahme ist für offene Gesellschaften weltweit zentral: Sie berührt die Frage, wie Demokratien ihre institutionelle Unabhängigkeit sichern können, ohne selbst in autoritäre Muster zu verfallen. Das mexikanische Beispiel zeigt, wie rechte Netzwerke über transnationale Staatsbürgerschaften politischen Einfluss gewinnen können – ein Phänomen, das auch in Europa aufmerksam verfolgt werden sollte.

Sheinbaums Vorstoß verdeutlicht eine wachsende Spannung zwischen demokratischer Selbstbestimmung und globaler Einflussnahme durch politische Bewegungen, die Staatsgrenzen gezielt nutzen. Für europäische Demokratien stellt sich eine analoge Frage: Wie schützt man demokratische Institutionen vor externer Destabilisierung, ohne dabei rechtsstaatliche Standards zu untergraben? Die mexikanische Debatte liefert wertvolle Anschauung darüber, wo die Grenze zwischen legitimer Schutzmaßnahme und autokratischer Tendenz verläuft.