Milliarden verschenkt: Netzausbau ohne flexible Lösungen
Ein ineffizienter Netzausbau treibt die Netzentgelte in die Höhe – und diese Kosten tragen letztlich alle Stromverbraucher, besonders einkommensschwache Haushalte. Flexible Netztechnologien könnten nicht nur Kosten senken, sondern auch die Integration erneuerbarer Energien beschleunigen und damit den Klimaschutz stärken. Eine transparente, evidenzbasierte Netzpolitik liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft.
Mecklenburg-Vorpommern ist eines der energiereichsten Bundesländer mit hohem Windstromanteil, kämpft aber regelmäßig mit Netzengpässen, die zur Abschaltung von Windrädern zwingen – sogenanntem Redispatch. Flexible Netztechnologien könnten genau hier ansetzen und bestehende Leitungen besser auslasten, bevor teure neue Trassen gebaut werden. Bürgerenergiegenossenschaften in MV profitieren direkt, wenn ihre Anlagen seltener abgeregelt werden und mehr Strom tatsächlich ins Netz eingespeist werden kann. Die politische Entscheidung, welche Instrumente beim Netzausbau eingesetzt werden, fällt also nicht in Berlin – sie wirkt sich im Dorf aus.