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Sunday, 20. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Milliarden verschenkt: Netzausbau ohne flexible Lösungen

Der Netzausbau in Deutschland verschlingt Milliarden, obwohl flexible Technologien wie dynamisches Leitungsmanagement und Topology Optimization erhebliche Einsparungen ermöglichen könnten. Für Mecklenburg-Vorpommern als windstarkes Exportland ist ein effizientes Stromnetz besonders kritisch: Netzengpässe bremsen heute schon den Ausbau erneuerbarer Energien und verteuern den Strom für alle. Ein technologieoffenerer Ansatz in der Bundespolitik könnte Milliarden freisetzen, die stattdessen in Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Speicherprojekte oder den beschleunigten Ausbau lokaler Netze fließen könnten. Die Zeit für smarte Lösungen ist jetzt – bevor noch mehr Beton gegossen wird.

Ein ineffizienter Netzausbau treibt die Netzentgelte in die Höhe – und diese Kosten tragen letztlich alle Stromverbraucher, besonders einkommensschwache Haushalte. Flexible Netztechnologien könnten nicht nur Kosten senken, sondern auch die Integration erneuerbarer Energien beschleunigen und damit den Klimaschutz stärken. Eine transparente, evidenzbasierte Netzpolitik liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft.

Mecklenburg-Vorpommern ist eines der energiereichsten Bundesländer mit hohem Windstromanteil, kämpft aber regelmäßig mit Netzengpässen, die zur Abschaltung von Windrädern zwingen – sogenanntem Redispatch. Flexible Netztechnologien könnten genau hier ansetzen und bestehende Leitungen besser auslasten, bevor teure neue Trassen gebaut werden. Bürgerenergiegenossenschaften in MV profitieren direkt, wenn ihre Anlagen seltener abgeregelt werden und mehr Strom tatsächlich ins Netz eingespeist werden kann. Die politische Entscheidung, welche Instrumente beim Netzausbau eingesetzt werden, fällt also nicht in Berlin – sie wirkt sich im Dorf aus.