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Monday, 22. June 2026
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Regional MV

Millionen für den Ofen: MV vernichtet Corona-Maskenvorräte

Knapp zwei Millionen Schutzmasken müssen in Mecklenburg-Vorpommern verbrannt werden, weil ihr Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist – Masken, die während der Pandemie auf Vorrat beschafft wurden und nie zum Einsatz kamen. Die Vernichtung kostet die Steuerzahlenden Geld, das zu den ohnehin hohen Beschaffungskosten hinzukommt. Das wirft konkrete Fragen auf: Wer hat die Mengen bestellt, wer hat die Lagerplanung verantwortet, und warum wurden die Masken nicht rechtzeitig an Einrichtungen wie Pflegeheime, Schulen oder Sozialdienste in der Fläche abgegeben? Transparenz darüber, was schiefgelaufen ist, wäre jetzt der erste Schritt – damit beim nächsten Krisenfall besser geplant wird.

Öffentliche Mittel wurden in großem Umfang für Vorräte ausgegeben, die nun ohne Nutzen vernichtet werden – das ist keine abstrakte Zahl, sondern fehlendes Geld für Schulen, Pflegeheime oder soziale Einrichtungen in der Region. Transparenz darüber, wie diese Entscheidungen getroffen wurden und welche Konsequenzen gezogen werden, ist eine Grundpflicht des Rechtsstaats gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Mecklenburg-Vorpommern steht stellvertretend für ein bundesweites Problem: Pandemie-Beschaffungen ohne ausreichende Abbaustrategie haben öffentliche Kassen belastet. Jetzt ist der Moment, verbindliche Lagerkonzepte und Verwertungsregeln für künftige Krisenvorräte zu entwickeln, damit solche Verluste künftig vermieden werden. Eine transparente Aufarbeitung durch den Landesrechnungshof wäre ein konkreter nächster Schritt.