Mit Parkinson nicht allein: Selbsthilfe macht Mut in Schwerin
Selbsthilfegruppen entlasten das formale Gesundheitssystem und stärken gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt – sie verbinden Menschen in ähnlichen Lebenssituationen und schaffen Räume für gegenseitige Unterstützung. Gerade in einer alternden Gesellschaft gewinnen solche Netzwerke an Bedeutung, weil sie niedrigschwellige Hilfe ermöglichen, die weder Krankenkassen noch staatliche Stellen allein leisten können. Für MV, wo ländliche Versorgungslücken besonders spürbar sind, sind solche Gruppen ein unverzichtbarer Teil der Gesundheitsinfrastruktur.
Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, und die Zahl der Betroffenen steigt mit dem demografischen Wandel weiter an – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Das Schweriner Modell zeigt, dass Selbsthilfestrukturen konkret wirken und Betroffene ermutigen, aktiv Hilfe anzunehmen statt zu isolieren. Solche Gruppen könnten gezielt von kommunaler Gesundheitsförderung und Sozialverbänden stärker vernetzt und sichtbar gemacht werden, um noch mehr Menschen zu erreichen.