Moorbrand im Hohen Venn: Klimapolitik unter Druck
Moore sind keine Randthemen der Naturpolitik, sondern zentrale Elemente des Klimaschutzes: Intakte Hochmoore binden pro Hektar mehr Kohlenstoff als Wälder. Wenn sie brennen, werden Jahrtausende gespeicherter Emissionen freigesetzt – das betrifft uns alle. Solche Ereignisse verdeutlichen, dass Klimaschutz nicht auf Absichtserklärungen warten darf, sondern konkreten Moorschutz und Renaturierung braucht.
Mecklenburg-Vorpommern besitzt selbst bedeutende Moorgebiete, darunter große Teile der Vorpommernschen Boddenlandschaft und des Peenetals. Die Renaturierung von Mooren ist hier nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich: Paludikultur – also die Bewirtschaftung nasser Moore – eröffnet neue Einkommensquellen für Landwirte. Der Brand im Hohen Venn sollte Anstoß sein, die Moorschutzstrategie des Landes MV mit neuem Nachdruck voranzutreiben.