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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Moorbrand im Hohen Venn: Klimapolitik unter Druck

Der Moorbrand im Hohen Venn verdeutlicht, wie verletzlich natürliche CO2-Speicher gegenüber klimabedingten Extremereignissen sind. Für Mecklenburg-Vorpommern, das mit rund 300.000 Hektar eines der moorreichsten Bundesländer Deutschlands ist, macht dieses Ereignis die Dringlichkeit konsequenter Moorrenaturierung deutlich. Wiedervernässte Moore binden nicht nur Treibhausgase, sondern können über den Paludikultur-Ansatz auch wirtschaftlich genutzt werden und so neue Einkommensquellen für landwirtschaftliche Betriebe in der Fläche schaffen. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften in MV sollten Moorschutzprojekte als integralen Bestandteil lokaler Klimaschutzstrategien mitdenken.

Moore sind keine Randthemen der Naturpolitik, sondern zentrale Elemente des Klimaschutzes: Intakte Hochmoore binden pro Hektar mehr Kohlenstoff als Wälder. Wenn sie brennen, werden Jahrtausende gespeicherter Emissionen freigesetzt – das betrifft uns alle. Solche Ereignisse verdeutlichen, dass Klimaschutz nicht auf Absichtserklärungen warten darf, sondern konkreten Moorschutz und Renaturierung braucht.

Mecklenburg-Vorpommern besitzt selbst bedeutende Moorgebiete, darunter große Teile der Vorpommernschen Boddenlandschaft und des Peenetals. Die Renaturierung von Mooren ist hier nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich: Paludikultur – also die Bewirtschaftung nasser Moore – eröffnet neue Einkommensquellen für Landwirte. Der Brand im Hohen Venn sollte Anstoß sein, die Moorschutzstrategie des Landes MV mit neuem Nachdruck voranzutreiben.