Myanmar: Folter und Misshandlung weiblicher politischer Gefangener
Berichte über staatliche Folter und Willkürhaft sind ein zentraler Prüfstein für die internationale Gemeinschaft: Schweigen bedeutet Mitverantwortung. Die systematische Dokumentation solcher Verbrechen ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden können und internationale Schutzstandards durchgesetzt werden. Für offene Gesellschaften ist die Solidarität mit politischen Gefangenen weltweit ein Ausdruck der eigenen demokratischen Werte.
Der Bericht ordnet sich in eine globale Menschenrechtsdebatte ein, in der Dokumentation und öffentlicher Druck entscheidende Hebel für Veränderung sind. Internationale Strafgerichtsmechanismen und Sanktionsregime könnten auf Basis solcher Berichte konkret wirksam werden. Europäische Staaten, darunter Deutschland, sind gefragt, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf die Militärjunta auszuüben und Betroffenen Schutz anzubieten.