Nach CSD-Anschlag: Ruf nach Selbstkritik in Islamverbänden
Dieser Beitrag stärkt das Fundament einer offenen Gesellschaft: Er fordert Minderheiten auf, andere Minderheiten nicht zu vergessen – eine schwierige, aber notwendige Debatte. Wer Diskriminierung nur dann benennt, wenn die eigene Gruppe betroffen ist, schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zivilcourage bedeutet auch, unbequeme Wahrheiten in den eigenen Reihen auszusprechen.
Demokratie lebt davon, dass gesellschaftliche Gruppen Verantwortung übernehmen – auch für Haltungen in den eigenen Reihen. Islamverbände, die Queerfeindlichkeit nicht explizit verurteilen, hinterlassen eine gefährliche Leerstelle, die politisch instrumentalisiert werden kann. Dieser Gastbeitrag zeigt, dass konstruktive Selbstkritik innerhalb religiöser Gemeinschaften möglich ist – und zeigt gleichzeitig, wie dringend nötig sie ist. Für MV, wo CSD-Veranstaltungen oft unter Polizeischutz stattfinden, ist diese Debatte keine abstrakte: Sie betrifft Menschen in Rostock, Schwerin und Greifswald direkt.