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Thursday, 6. August 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Nachfahren der Widerstandskämpfer warnen vor der AfD

Zum 82. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 haben Nachkommen der Hitler-Attentäter öffentlich vor der AfD und Angriffen auf politische Bildung gewarnt. Sie sehen in der wachsenden Stärke dieser Partei eine konkrete Gefahr für die demokratische Grundordnung. Ihr Appell richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger: Demokratische Werte sind kein Selbstläufer, sie müssen aktiv verteidigt werden. Besonders die politische Bildung braucht gesellschaftlichen Rückhalt, damit Menschen die Werkzeuge bekommen, Demokratie zu verstehen und zu leben.

Wenn die Kinder und Enkelkinder von Menschen, die im Widerstand ihr Leben ließen, heute öffentlich Alarm schlagen, ist das kein symbolischer Akt – das ist eine Warnung mit historischem Gewicht. Politische Bildung ist keine Selbstverständlichkeit, sie ist erkämpft worden und kann wieder abgebaut werden. Wer demokratische Strukturen schwächt, nimmt besonders denen die Stimme, die ohnehin weniger Lobby haben.

In Ostdeutschland, wo die AfD teils über 30 Prozent erreicht, ist dieser Appell nicht abstrakt. Die Bürgerrechtsbewegung von 1989 hat gezeigt, dass Zivilgesellschaft Wirkung entfalten kann – aber nur, wenn sie sichtbar bleibt und nicht resigniert. Die Forderung nach mehr politischer Bildung trifft einen wunden Punkt: Gerade in strukturschwachen Regionen wurden Bildungsangebote in den letzten Jahrzehnten abgebaut. Hier liegt eine konkrete Aufgabe für Kommunen, Vereine und Initiativen.