Nandu-Rückgang in NWM: Jäger weisen Vorwürfe zurück
Die Nandus in Nordwestmecklenburg sind eine in Europa einmalige freilebende Population und damit ein ungewöhnliches Naturerbe der Region. Ihr Rückgang betrifft nicht nur den Artenschutz, sondern auch das Verhältnis zwischen Jagdpraxis, Naturschutzrecht und öffentlicher Rechenschaft über den Umgang mit geschützten oder bemerkenswerten Tierarten. Wer hier die Wahrheit sagt, lässt sich nur mit transparenten Daten klären – und genau das ist eine Frage des demokratischen Umgangs mit gemeinschaftlichen Naturgütern.
In Nordwestmecklenburg existiert eine in Mitteleuropa einzigartige Nandu-Population, deren drastischer Rückgang bisher kaum öffentlich diskutiert wird. Für die Region stellt sich die Frage, ob Jagdverbände, Naturschutzbehörden und Landkreis gemeinsam an einem Monitoring-Konzept arbeiten, das Transparenz schafft und die Population langfristig sichert. Solange keine unabhängigen Zahlen zu Abschüssen und Sterblichkeitsursachen vorliegen, bleibt der Streit ein Stochern im Nebel – und die Nandus werden derweil weniger.