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Thursday, 17. September 2026
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Nandu-Rückgang in NWM: Jäger weisen Vorwürfe zurück

Die Nandu-Population in Nordwestmecklenburg ist dramatisch von bis zu 600 auf unter 100 Tiere eingebrochen – eine der wenigen freilebenden Nandu-Kolonien weltweit außerhalb Südamerikas. Jäger und Experten streiten über die Ursachen, doch solange keine unabhängigen Abschusszahlen auf dem Tisch liegen, dreht sich die Debatte im Kreis. Für den Erhalt dieser einzigartigen Tierart braucht es jetzt keine Schuldzuweisungen, sondern transparente Daten und einen runden Tisch mit allen Beteiligten – Jägern, Naturschutzbehörden und Wissenschaft.

Die Nandus in Nordwestmecklenburg sind eine in Europa einmalige freilebende Population und damit ein ungewöhnliches Naturerbe der Region. Ihr Rückgang betrifft nicht nur den Artenschutz, sondern auch das Verhältnis zwischen Jagdpraxis, Naturschutzrecht und öffentlicher Rechenschaft über den Umgang mit geschützten oder bemerkenswerten Tierarten. Wer hier die Wahrheit sagt, lässt sich nur mit transparenten Daten klären – und genau das ist eine Frage des demokratischen Umgangs mit gemeinschaftlichen Naturgütern.

In Nordwestmecklenburg existiert eine in Mitteleuropa einzigartige Nandu-Population, deren drastischer Rückgang bisher kaum öffentlich diskutiert wird. Für die Region stellt sich die Frage, ob Jagdverbände, Naturschutzbehörden und Landkreis gemeinsam an einem Monitoring-Konzept arbeiten, das Transparenz schafft und die Population langfristig sichert. Solange keine unabhängigen Zahlen zu Abschüssen und Sterblichkeitsursachen vorliegen, bleibt der Streit ein Stochern im Nebel – und die Nandus werden derweil weniger.