Nationalpark Banc d'Arguin: Ökonomie als Schutzschild gegen Überfischung
Nachhaltige Fischbestände sind eine globale Gemeinschaftsressource, die durch kurzfristige Übernutzung für alle verloren geht. Wenn Schutzgebiete ihren ökonomischen Wert klar beziffern können, stärkt das ihre Position in politischen Verhandlungen und zeigt, dass Naturschutz und wirtschaftliches Interesse keine Gegensätze sind.
Die europäische Fischereipolitik steht unter zunehmendem Druck, globale Bestände nicht zu ruinieren. Der Ansatz, Schutzgebiete über ihren ökonomischen Wert zu verteidigen, könnte Verhandlungen über Fischereiabkommen zwischen der EU und afrikanischen Staaten grundlegend verändern. Für Küstenregionen wie Mecklenburg-Vorpommern, deren Fischerei ebenfalls von gesunden Beständen abhängt, ist nachhaltige internationale Fischereipolitik eine direkte wirtschaftliche Frage.