Nepal fordert Klimakompensation nach katastrophalen Überschwemmungen
Die Forderung Nepals macht das globale Ungleichgewicht bei Klimaschäden sichtbar: Länder, die kaum zu den Emissionen beigetragen haben, tragen die schwersten Folgen. Klimakompensationsmechanismen wie der auf der COP28 beschlossene Loss-and-Damage-Fonds sind genau für solche Fälle gedacht und müssen nun mit Leben gefüllt werden. Eine gerechte Klimapolitik stärkt das Vertrauen in internationale Institutionen und ist damit auch eine Frage demokratischer Glaubwürdigkeit der Industrienationen.
Nepal steht stellvertretend für viele vulnerable Staaten, die trotz minimaler eigener Emissionen existenzielle Klimafolgen erleiden. Die Katastrophe zeigt, dass der globale Süden konkrete und schnelle Finanzierungsmechanismen benötigt, nicht nur Zusagen. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, den Loss-and-Damage-Fonds substanziell zu befüllen und die diplomatische Unterstützung für Kompensationsforderungen zu verstärken.