Neue Genossenschaft auf Usedom schafft bezahlbaren Wohnraum
Bezahlbarer Wohnraum ist in touristisch geprägten Regionen wie Usedom eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und die Funktionsfähigkeit lokaler Arbeitsmärkte. Genossenschaften bieten dabei ein bewährtes Modell, das Eigentum demokratisch organisiert und Spekulation strukturell begrenzt. Gelingt dieses Projekt, stärkt es nicht nur die Daseinsvorsorge, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in einer Region, die durch Saisonalität und hohe Mietpreise unter Druck steht.
Das Loddin-Modell könnte Schule machen: Überall dort, wo Tourismus und Fachkräftemangel zusammentreffen, steht bezahlbarer Wohnraum für Einheimische und Beschäftigte unter enormem Druck. Die Einbindung von Arbeitgebern als Genossenschaftspartner ist ein vielversprechender struktureller Ansatz, der Wohnraumversorgung mit wirtschaftlichem Interesse verbindet. Vergleichbare Küstengemeinden in Mecklenburg-Vorpommern könnten dieses Modell adaptieren, sofern die politischen Rahmenbedingungen für Neugründungen gestärkt werden.