Neue Netzentgeltpläne bremsen den Solarausbau
Solarenergie ist ein zentrales Werkzeug für eine demokratische, dezentrale Energieversorgung – wer die Kostenstruktur zu Lasten der Erzeuger verschiebt, riskiert, die Energiewende von einer Bürgerbewegung in ein Privileg für Großinvestoren zu verwandeln. Eine faire Netzentgeltstruktur entscheidet darüber, ob breite gesellschaftliche Schichten an der Energiewende teilhaben können oder ob sie davon ausgeschlossen werden.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen landwirtschaftlichen Betrieben, Bürgerenergiegenossenschaften und kommunalen Solarvorhaben sind faire Netzentgelte keine abstrakte Regulierungsfrage, sondern eine Existenzfrage für regionale Energieprojekte. Wer hier die falschen Weichen stellt, bremst nicht nur die Klimaschutzziele, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen. Die Landespolitik sollte die Bundesratsebene nutzen, um auf eine investitionsfreundliche und sozial gerechte Netzentgeltreform zu drängen.