Neue Peenebrücke bei Wolgast: Bau schreitet voran
Eine leistungsfähige Anbindung der Insel Usedom ans Festland ist keine Luxusfrage, sondern eine Grundvoraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum. Für die Menschen auf Usedom – ob Pendler, Pflegekräfte oder Schüler – bedeutet eine verlässliche Brückenverbindung alltägliche Erreichbarkeit, die anderswo selbstverständlich ist. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob der Neubau auch den Stau-Druck auf die alte Brücke und die Ortszentren tatsächlich löst.
Großprojekte dieser Art klingen in Pressemitteilungen immer gut – die Frage ist, wer am Ende profitiert und wer wartet. Für Wolgast und Usedom kann eine Umgehungsstraße mit neuer Brücke echte Entlastung bringen: weniger Schwerlastverkehr durch die Stadt, kürzere Wege für Berufspendler. Dass eine Firma aus der Prignitz hier beteiligt ist, zeigt immerhin, dass regionale Handwerksbetriebe aus Norddeutschland zum Zug kommen. Entscheidend wird sein, ob der Zeitplan hält und das Projekt nicht – wie so viele Infrastrukturvorhaben in MV – zu einem jahrelangen Warteprojekt wird.