Neue Studie: Aggression schadet dem eigenen Selbstwertgefühl
Die Erkenntnis, dass Aggression das Selbstwertgefühl der handelnden Person selbst schwächt, liefert einen wichtigen Baustein für die Gewaltprävention in Schulen, Familien und sozialen Einrichtungen. Sie verschiebt den Blick von äußeren Auslösern hin zu inneren Konsequenzen und eröffnet damit neue Ansätze für Beratung und Therapie. Für eine offene Gesellschaft ist es relevant, die psychologischen Mechanismen hinter Konflikten besser zu verstehen.
Für die Praxis in Beratungsstellen, Schulen und sozialpädagogischen Einrichtungen bedeutet dieser Befund: Impulskontrolltraining lässt sich mit dem Argument stärken, dass aggressives Verhalten dem Aggressor selbst schadet. Präventionsprogramme können darauf aufbauen, Selbstwirksamkeit und prosoziales Verhalten als Alternative zu fördern. Langfristig könnte dieser Ansatz auch in der kommunalen Sozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern Einzug halten.