Wissenschaft & Gesundheit
Neue Studie: Nicht jede Bewegung schützt gleich gut vor Demenz
Eine neue Studie zeigt, dass nicht jede körperliche Bewegung gleichermaßen vor Demenz schützt: Während Freizeitaktivitäten einen deutlichen Schutzeffekt zu haben scheinen, ist körperliche Belastung am Arbeitsplatz offenbar weniger wirksam. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an körperlich arbeitenden Berufsgruppen in Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus ist diese Erkenntnis besonders relevant. Die Befunde legen nahe, dass gezielte Freizeitangebote und betriebliche Gesundheitsförderung künftig stärker in die regionale Demenzprävention einbezogen werden sollten.
Demenz betrifft in Deutschland bereits rund 1,8 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Wenn Bewegungskontext über die Schutzwirkung entscheidet, müssen Präventionskampagnen und Betriebsgesundheitsprogramme neu ausgerichtet werden. Besonders Berufsgruppen mit schwerer körperlicher Arbeit verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit.
Für die Gesundheitsversorgung bedeutet diese Studienlage, dass pauschale Bewegungsempfehlungen zu kurz greifen. Betriebliche Gesundheitsförderung sollte künftig nicht nur Bewegung fördern, sondern auch Erholungsphasen und freiwillige Aktivität ermöglichen. Für strukturschwache Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Menschen in körperlich belastenden Berufen arbeiten, ist dieser Befund besonders relevant.