Niederlande ohne Ausstiegsdatum: Europas Klimapolitik unter Druck
Verbindliche Ausstiegspfade aus fossilen Energien sind die Grundvoraussetzung für Planungssicherheit – für Kommunen, Unternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften gleichermaßen. Fehlende Deadlines bedeuten, dass Investitionen in erneuerbare Infrastruktur weiter verzögert werden, während Subventionen in fossile Strukturen fließen. Für eine offene Gesellschaft ist Transparenz über Zeithorizonte und Verantwortlichkeiten in der Klimapolitik keine Kleinigkeit, sondern Voraussetzung für demokratische Mitgestaltung.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Offshore-Windkapazitäten und kommunalen Energieprojekten schafft europäische Unverbindlichkeit bei Fossilen ein Investitionsrisiko: Wer baut Wärmenetze oder plant Bürgerenergiegenossenschaften, braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen. Der niederländische Fall zeigt, dass gute Absichten ohne Zeithorizonte wirkungslos bleiben – und macht deutlich, wie wichtig es ist, dass auch deutsche Bundesländer auf klare Landesausstiegspläne drängen. Die Energiewende in der Fläche gelingt nur, wenn Europa den Rahmen setzt und die Kommunen darauf aufbauen können.