Nord-Stream-Sprengung: Spur führt in den Greifswalder Bodden
Die Aufklärung des Nord-Stream-Anschlags ist für die offene Gesellschaft zentral: Sie berührt Fragen der Rechenschaftspflicht staatlicher und nichtstaatlicher Akteure, der Pressefreiheit und der Transparenz in Sicherheitsfragen. Investigativer Journalismus leistet hier das, was staatliche Ermittlungen bislang nicht geschafft haben – und das ist für Demokratien unverzichtbar.
Dass die Spur der Sabotage direkt durch vorpommersche Gewässer führt, ist für die Region mehr als eine geografische Fußnote. Die Menschen an der Küste lebten und arbeiten in einem Gebiet, das zum Schauplatz einer geheimen Militäroperation wurde – ohne es zu wissen, ohne gefragt zu werden. Das wirft konkrete Fragen auf: Was wissen die Behörden, wann haben sie es gewusst, und was bedeutet das für die Sicherheitslage der Region heute?