Ohio-Gouverneur fordert Abschaffung der Todesstrafe
Die öffentliche Revision einer langjährigen politischen Haltung durch einen konservativen Politiker stärkt den demokratischen Diskurs, weil sie zeigt, dass Meinungsänderungen auf Basis von Evidenz und Moral möglich und legitim sind. Die Debatte über die Todesstrafe berührt fundamentale Fragen von Menschenrechten, staatlicher Gewalt und Rechtsstaatlichkeit, die auch für europäische Demokratien relevant bleiben.
Der Fall DeWine ist ein seltenes Beispiel dafür, dass politische Akteure öffentlich von eigenen Gesetzgebungsentscheidungen abrücken und damit demokratische Lernprozesse sichtbar machen. Für die internationale Debatte über Menschenrechte und Strafrecht liefert dieser Schritt eines Republikaners neue Argumente für eine parteiübergreifende Reformbereitschaft in den USA.