Optisches Cochlea-Implantat: Hören mit Licht statt Strom
Weltweit leben Millionen Menschen mit Cochlea-Implantaten, die trotz des medizinischen Fortschritts im Alltag erhebliche Einschränkungen erfahren. Eine präzisere Stimulation des Hörnervs durch Licht würde die gesellschaftliche Teilhabe von Hörgeschädigten spürbar stärken und Barrieren in Bildung, Beruf und sozialem Leben abbauen. Die Weiterentwicklung solcher Technologien ist ein konkreter Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft.
Die optische Cochlea-Technologie steht exemplarisch für den Übergang von der klassischen Medizintechnik zur Photonik in der Neurologie. Gelingt die klinische Umsetzung, könnte sie einen neuen Standard in der Hörgeräteversorgung setzen und die Lebensqualität hunderttausender Menschen in Deutschland nachhaltig verbessern. Für Forschungseinrichtungen wie die Universität Rostock oder Greifswald ergäben sich konkrete Anknüpfungspunkte, da Norddeutschland über eine wachsende Photonik- und Medizintechnikforschung verfügt.