OVG Sachsen-Anhalt: AfD-Mitgliedschaft kann Waffenerlaubnis kosten
Wer Waffen trägt, trägt besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft – das ist der Kern des deutschen Waffenrechts. Wenn Gerichte nun klarstellen, dass Mitgliedschaft in einer Partei mit nachgewiesenen verfassungsfeindlichen Strukturen die persönliche Zuverlässigkeit in Frage stellt, schützt das konkret die öffentliche Sicherheit. Das Urteil stärkt den Rechtsstaat dort, wo er am verletzlichsten ist: an der Schnittstelle von bewaffneter Macht und politischem Extremismus.
Das Urteil ist kein Einzelfall, sondern Teil einer wachsenden Debatte darüber, wie Behörden und Gerichte mit dem Erstarken extremistischer Strömungen innerhalb legaler Parteistrukturen umgehen. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD besonders stark ist und der Schusswaffenbesitz im ländlichen Raum weit verbreitet, ist diese Rechtsprechung hochrelevant. Demokratische Institutionen zeigen hier, dass sie Handlungsmöglichkeiten besitzen – und nutzen können.