Palliative Industriepolitik: 100.000 Solarjobs verloren, kaum Debatte
Der Verlust von 100.000 Photovoltaik-Arbeitsplätzen zeigt, dass eine verzögerte Energiewende nicht nur klimapolitisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich teuer ist. Eine konsequente Transformationspolitik würde nicht nur Emissionen senken, sondern auch neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Befund besonders relevant: Die Region hat großes Potenzial für Solar- und Windkraft, das durch zögerliche Bundespolitik nicht ausgeschöpft wird. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Energieprojekte könnten von einer entschlosseneren Energiewende direkt profitieren und lokale Wertschöpfung sichern. Der Emissionshandel als marktwirtschaftliches Instrument ist dabei ein Hebel, der auch in MV Investitionen in erneuerbare Energien attraktiver machen würde.