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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Palliative Industriepolitik: 100.000 Solarjobs verloren, kaum Debatte

Der Verlust von rund 100.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Photovoltaik-Branche zeigt, wie kurzfristige industriepolitische Entscheidungen die Energiewende strukturell schwächen können. Während Unternehmen wie RWE und Wacker Chemie den Emissionshandel aktiv unterstützen, fehlt eine breite politische Debatte über die sozialen Kosten dieses Strukturwandels. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das eine Warnung: Regionale Wertschöpfung durch Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Projekte muss aktiv gestärkt werden, damit die Energiewende nicht erneut an anderer Stelle Arbeitsplätze vernichtet, ohne lokale Alternativen zu schaffen.

Der Verlust von 100.000 Photovoltaik-Arbeitsplätzen zeigt, dass eine verzögerte Energiewende nicht nur klimapolitisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich teuer ist. Eine konsequente Transformationspolitik würde nicht nur Emissionen senken, sondern auch neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Befund besonders relevant: Die Region hat großes Potenzial für Solar- und Windkraft, das durch zögerliche Bundespolitik nicht ausgeschöpft wird. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Energieprojekte könnten von einer entschlosseneren Energiewende direkt profitieren und lokale Wertschöpfung sichern. Der Emissionshandel als marktwirtschaftliches Instrument ist dabei ein Hebel, der auch in MV Investitionen in erneuerbare Energien attraktiver machen würde.