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Tuesday, 15. September 2026
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Pasewalk baut Industriepark aus: 100 Hektar, neue Jobs, offene Fragen

Pasewalk investiert 25 Millionen Euro in die Erweiterung seines Industrieparks um 100 Hektar und schafft damit neue Arbeitsplätze in einer Region, die Wirtschaftswachstum dringend braucht. Dass dabei auch polnische Arbeitskräfte eine tragende Rolle spielen, ist keine Schwäche, sondern Realität des grenznahen Arbeitsmarkts. Entscheidend wird sein, ob die Jobs auch für Menschen aus Pasewalk und Umgebung zugänglich sind, also ob Löhne, Qualifikationsanforderungen und Arbeitsbedingungen wirklich zur lokalen Bevölkerung passen. Die eigentliche Frage ist nicht, ob Unternehmen kommen, sondern ob sie bleiben und ob die Region langfristig davon profitiert.

Wirtschaftliches Wachstum in strukturschwachen ländlichen Räumen ist grundsätzlich positiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn die entstehenden Arbeitsplätze auch für die ansässige Bevölkerung zugänglich sind. Entscheidend ist, ob Löhne und Arbeitsbedingungen dauerhaft tragfähig sind und ob lokale Infrastruktur – Wohnen, Kinderbetreuung, Nahverkehr – mitwächst. Ohne diese Begleitstrukturen bleibt Wirtschaftswachstum für viele Menschen in der Fläche abstrakt.

Pasewalk zeigt, dass Industrieansiedlung in Vorpommern möglich ist – die Frage ist, ob die Region zur Fabrikkulisse wird oder zum Lebensort. Die Abhängigkeit von grenzüberschreitenden Arbeitskräften aus Polen deutet darauf hin, dass der lokale Arbeitsmarkt die Stellen nicht allein füllt. Das ist kein Versagen, aber ein Signal: Ausbildung, Löhne und Wohnbedingungen müssen mitgedacht werden, damit aus Industriepark auch Heimat werden kann.