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Thursday, 17. September 2026
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International

Pentagon droht 30 US-Unis mit Förderentzug wegen China-Kooperationen

Das US-Verteidigungsministerium setzt 30 führende amerikanische Universitäten unter Druck, bestehende Kooperationen mit chinesischen Institutionen zu beenden oder erhebliche Förderkürzungen zu riskieren. Die Maßnahme betrifft global vernetzte Hochschulen wie Harvard, MIT und Stanford und verschärft die Debatte über die Balance zwischen akademischer Freiheit und nationalen Sicherheitsinteressen. Für Europa und Deutschland bedeutet dies, dass transatlantische Forschungspartnerschaften neu bewertet werden müssen und europäische Hochschulen möglicherweise eine stärkere Rolle als unabhängige Wissenschaftsstandorte übernehmen können. Zivilgesellschaftliche Akteure, Hochschulverbände und Grundrechtsorganisationen auf beiden Seiten des Atlantiks beobachten die Entwicklung als möglichen Präzedenzfall für politisch motivierte Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit.

Die staatliche Einflussnahme auf internationale Wissenschaftskooperationen berührt ein Grundprinzip offener Gesellschaften: den freien Austausch von Wissen über Grenzen hinweg. Wenn politische Sicherheitserwägungen darüber entscheiden, welche Forschungspartnerschaften zulässig sind, entstehen Abhängigkeiten zwischen Wissenschaftsfreiheit und staatlicher Finanzierung, die langfristig das Vertrauen in unabhängige Forschung untergraben können. Für demokratische Gesellschaften ist es wichtig, transparente Kriterien für solche Einschränkungen zu entwickeln und dabei den akademischen Diskurs einzubeziehen.

Die US-amerikanische Debatte über Wissenschaftskooperationen mit China hat direkte Auswirkungen auf europäische und deutsche Hochschulen, die ähnliche Partnerschaften unterhalten. Auch in Deutschland und der EU wird diskutiert, wie internationale Forschungskooperationen mit Risikoabwägungen in Einklang gebracht werden können, ohne die Offenheit des Wissenschaftssystems zu gefährden. Die Entwicklung in den USA kann als Frühindikator dafür gelten, welche Regulierungsmodelle künftig auch hierzulande diskutiert werden könnten.