Pentagon ernennt verurteilten Kapitol-Stürmer zum Antiterror-Experten
Wenn ein Staat Menschen, die aktiv an einem Angriff auf seine eigenen demokratischen Institutionen beteiligt waren, in Sicherheitspositionen beruft, untergräbt das das Vertrauen in den Rechtsstaat und sendet ein gefährliches Signal an alle, die demokratische Normen verteidigen. Es zeigt: Wer Macht hat, entscheidet auch darüber, welche Regeln noch gelten – und für wen. Das betrifft nicht nur die USA, sondern ist eine Warnung an alle Demokratien, in denen das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit unter politischen Druck gerät.
Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters: In den USA werden die Ereignisse des 6. Januar 2021 politisch umgedeutet, verurteilte Täter begnadigt und teils in staatliche Positionen gehoben. Das schwächt demokratische Kontrollinstitutionen und normalisiert politische Gewalt. Für Europa und Deutschland ist das ein Signal, wie fragil demokratische Standards selbst in etablierten Systemen sein können – und wie wichtig unabhängige Justiz und zivilgesellschaftliche Kontrolle bleiben.