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Tuesday, 23. June 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Peru: Journalistinnen zwischen Drogenkartellen und Staatsmacht

In Peru wurden 2025 vier Journalisten ermordet, mehr als in den vergangenen Jahrzehnten. Erschreckend dabei: Die Mehrheit der Angriffe auf Medien geht nicht von Kriminellen, sondern von staatlichen Stellen selbst aus. Besonders Regionalreporter, die über Drogenhandel und Umweltkriminalität berichten, sind schutzlos. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern den Wiederaufbau rechtsstaatlicher Strukturen als Grundlage für freie Berichterstattung.

Pressefreiheit ist keine Spezialfrage für Journalisten – sie ist das Fundament, auf dem informierte Bürgerinnen und Bürger demokratische Entscheidungen treffen können. Wenn staatliche Akteure Medienschaffende offen stigmatisieren und Morde folgenlos bleiben, sendet das eine klare Botschaft an alle, die unbequeme Wahrheiten aussprechen wollen. Der peruanische Fall zeigt, wie schnell demokratische Institutionen erodieren, wenn Straflosigkeit zur inoffiziellen Staatspolitik wird.

Der Artikel ist ein Lehrstück über das Zusammenspiel von organisierter Kriminalität, schwachen Institutionen und feindlicher Regierungsrhetorik gegenüber Medien. Diese Kombination ist keine peruanische Besonderheit – sie lässt sich in verschiedenen Graden in mehreren Ländern beobachten, auch innerhalb Europas. Für Demokratieprojekte in Deutschland und MV ist relevant: Zivilgesellschaftlicher Schutz für Journalisten und klare politische Bekenntnisse zur Pressefreiheit sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssen aktiv verteidigt werden.