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Monday, 22. June 2026
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Podologin kehrt nach Stralsund zurück und eröffnet eigene Praxis

In Stralsund eröffnet eine ausgebildete Podologin eine neue Fachpraxis in der Altstadt – nach 14 Jahren Erfahrung in Berlin kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück. Podologische Versorgung ist für Menschen mit Diabetes und Durchblutungsstörungen medizinisch notwendig und kassenärztlich abrechenbar, in Mecklenburg-Vorpommern aber dünn gesät. Die neue Praxis schließt damit eine echte Versorgungslücke, von der vor allem ältere und chronisch kranke Menschen in der Region profitieren können. Für den ländlichen Raum bleibt die Frage, wie die Versorgung auch außerhalb der Kreisstadt Stralsund sichergestellt werden kann.

Podologische Versorgung ist kein Luxus – für ältere Menschen, Diabetikerinnen und Diabetiker und Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist sie medizinisch notwendig und kann Amputationen verhindern. Wer nach Berlin oder Rostock fahren muss, um solche Leistungen zu bekommen, ist schlicht benachteiligt. Eine neue Fachpraxis in der Stralsunder Innenstadt hilft konkret – auch wenn die Frage bleibt, wie gut sie für Menschen ohne Auto oder mit langen Anfahrten aus dem Umland erreichbar ist.

Stralsund gewinnt eine medizinische Fachkraft zurück, die die Stadt bewusst der Hauptstadt vorgezogen hat – das ist kein Selbstläufer in einer Region, die seit Jahren mit Fachkräftemangel kämpft. Für die Gesundheitsversorgung in Vorpommern-Rügen ist das ein kleines, aber konkretes Plus. Offen bleibt, ob die Praxis auch Kassenpatienten aufnimmt und wie die Wartezeiten sein werden – daran wird sich zeigen, ob die Eröffnung wirklich für alle wirkt.