Polens neuer Präsident will EU-Green-Deal per Referendum stoppen
Wenn einzelne EU-Mitgliedstaaten zentrale Klimaschutzmaßnahmen über Referenden infrage stellen, gefährdet das den gemeinsamen Rahmen, der Investitionssicherheit für die Energiewende in ganz Europa schafft. Für eine offene Gesellschaft ist entscheidend, dass demokratische Instrumente wie Volksbefragungen nicht dazu genutzt werden, wissenschaftlich belegten Klimaschutz zu untergraben. Zugleich verdeutlicht der Vorstoß, wie wichtig es ist, Energiewende-Politik sozial gerecht zu gestalten, damit sie keine Angriffsfläche für populistische Narrative bietet.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet eine geschwächte EU-Klimapolitik konkret: weniger Planungssicherheit für kommunale Solar- und Windprojekte sowie mögliche Einschnitte bei EU-Fördermitteln. Bürgerenergiegenossenschaften in MV sind auf stabile europäische Rahmenbedingungen angewiesen, um langfristig in erneuerbare Energien zu investieren. Statt den Green Deal zu kippen, wäre ein sozialer Ausgleich beim CO2-Preis – etwa über Klimageld-Modelle – der konstruktivere Weg, Energiearmut zu bekämpfen und die Akzeptanz der Energiewende zu stärken.