Politisch motivierte Gewalt: Rechts mehr Taten, links starker Anstieg
Politisch motivierte Gewalt untergräbt das Vertrauen in demokratische Institutionen und trifft besonders Menschen, die ohnehin wenig Schutz erfahren: Geflüchtete, Minderheiten, politisch Aktive. Wer Gewalt als legitimes Mittel normalisiert – egal von welcher Seite – schadet dem demokratischen Fundament, auf dem offene Gesellschaften beruhen. Die Zahlen sind ein Warnsignal, das zivilgesellschaftliche Prävention und konsequente Strafverfolgung gleichermaßen erfordert.
Für Mecklenburg-Vorpommern, das historisch hohe Werte bei rechtsextremer Gewalt aufweist, sind solche Bundeszahlen mehr als Statistik. Sie zeigen, dass Extremismusprävention keine Aufgabe allein für Sicherheitsbehörden ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche. Kommunale Demokratieprojekte, Beratungsstellen und zivilgesellschaftliche Netzwerke brauchen verlässliche Finanzierung und politische Rückendeckung – nicht nur in Wahlkampfzeiten.