Potsdamer Jugendliche inszenieren „Professor Mamlock" neu
Theaterprojekte, die junge Menschen mit den Mechanismen von Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontieren, stärken demokratisches Bewusstsein und Zivilcourage nachhaltig. Die Übertragung historischer Stoffe in die Gegenwart macht abstrakte Geschichte erfahrbar und fördert kritisches Denken über gesellschaftliche Entwicklungen. Solche Formate sind besonders wertvoll für eine offene Gesellschaft, weil sie Erinnerungskultur lebendig halten und dabei Jugendliche als aktive Gestalter einbinden.
Das Projekt zeigt, wie Kulturarbeit mit Jugendlichen politische Bildung wirksam ergänzen kann – ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit klarer Haltung. Die Inszenierung auf der Inselbühne Potsdam kann als Modell für ähnliche theaterpädagogische Projekte in Schulen und Kulturzentren in ganz Norddeutschland dienen. Angesichts wachsender Debatten über Antisemitismus und gesellschaftliche Spaltung ist dieser künstlerische Ansatz besonders zeitgemäß.