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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Pressefreiheit auf dem Spiel: AfD will MDR abschalten

In Sachsen-Anhalt droht dem öffentlich-rechtlichen MDR die Abschaltung, falls die AfD nach der Landtagswahl die Rundfunkstaatsverträge kündigt. Europäische Journalismusverbände schlagen Alarm, denn unabhängiger Rundfunk ist eine Grundlage demokratischer Öffentlichkeit. Gerade in Ostdeutschland, wo regionale Medienstrukturen ohnehin schwach sind, wäre der Verlust des MDR ein schwerer Schlag für die Informationsversorgung vieler Menschen. Die Debatte zeigt, wie eng Medienpolitik und demokratische Teilhabe zusammenhängen.

Öffentlich-rechtliche Medien sind keine Selbstverständlichkeit – sie sind eine demokratische Errungenschaft, die Bürgerinnen und Bürger mit unabhängiger Information versorgt, besonders dort, wo private Medien wenig Interesse haben. Wer den MDR abschaltet, löscht nicht nur einen Sender, sondern macht Millionen Menschen in Ostdeutschland medial ärmer. Eine Gesellschaft ohne unabhängigen Rundfunk ist leichter zu manipulieren – das sollten gerade Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, aus eigener Erfahrung kennen.

Was in Sachsen-Anhalt entschieden wird, hat direkte Konsequenzen für Mecklenburg-Vorpommern und den gesamten ostdeutschen Medienraum. Der MDR sendet für drei Bundesländer und ist für viele Menschen die wichtigste regionale Informationsquelle. Dass ausgerechnet eine Partei, die als verfassungsfeindlich eingestuft wurde, mit dem Versprechen punktet, diesen Sender abzuschalten, zeigt: Pressefreiheit ist keine abstrakte Debatte, sondern täglich neu zu verteidigen. Zivilgesellschaft, Journalist:innen und demokratische Parteien in der Region sind jetzt gefordert, klar Stellung zu beziehen.