Pressefreiheit unter Druck: Journalismusverbände fordern klares Signal
Pressefreiheit ist kein Privileg von Journalist:innen – sie ist die Grundlage dafür, dass Bürger:innen überhaupt informiert entscheiden können. Wenn die mächtigste Demokratie der Welt systematisch unabhängige Berichterstattung untergräbt, schwächt das den demokratischen Diskurs weltweit und sendet ein gefährliches Signal an autoritäre Regierungen. Was in Washington passiert, landet früher oder später als Druck auf freie Medien auch in Europa.
Dieser Appell zeigt, wie wichtig es ist, dass Berufsverbände kollektiv und laut sprechen – statt schweigend zu abendlichen Galadinnern zu erscheinen. Das Muster der schrittweisen Einschränkung: erst Zugangsverbote, dann Visa-Druck, dann Vorladungen, ist aus autoritären Systemen bekannt und sollte auch in Deutschland aufmerksam beobachtet werden. Für Mecklenburg-Vorpommern und Ostdeutschland, wo Medienmisstrauen tief verwurzelt ist, ist glaubwürdiger Journalismus besonders kostbar.