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Tuesday, 15. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Ransomware: Wenn Hacker Behörden lahmlegen

Ransomware-Angriffe auf kommunale Verwaltungen treffen vor allem strukturschwache Regionen hart, die ohnehin wenig Geld für IT-Sicherheit haben. Wenn Ämter monatelang ausfallen, bezahlen das am Ende Menschen, die auf Sozialleistungen oder Behördengänge angewiesen sind. Bund und Länder müssen Kommunen gezielt mit Finanzmitteln und technischem Know-how unterstützen, statt sie mit dieser Bedrohung allein zu lassen. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen kleinen Gemeinden ist das eine besonders drängende Frage.

Wenn kommunale IT-Systeme ausfallen, trifft das nicht Vorstände oder Manager – sondern Menschen, die auf den Personalausweis, das Kindergeld oder die Baugenehmigung warten. Funktionierende Verwaltungen sind eine Grundvoraussetzung für Demokratie und Daseinsvorsorge, besonders in strukturschwachen Regionen, wo es keine privaten Alternativen gibt. Investitionen in kommunale Cybersicherheit sind deshalb keine Technikfrage, sondern eine Frage sozialer Gerechtigkeit.

Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Kommunen mit knappen Haushalten kämpfen, ist die Gefahr durch Ransomware-Angriffe besonders real: Wer kein Geld für IT-Fachkräfte hat, ist leichter angreifbar. Das Land und der Bund müssen hier aktiv werden – mit Förderprogrammen, gemeinsamen IT-Infrastrukturen und verbindlichen Sicherheitsstandards für öffentliche Verwaltungen. Modelle wie kommunale IT-Zweckverbände zeigen, dass gemeinsame Lösungen möglich sind und auch kleinen Ämtern Schutz bieten können.