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Monday, 22. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Raucherquote in Deutschland bleibt auf hohem Niveau

Knapp ein Fünftel der Menschen in Deutschland ab 15 Jahren raucht regelmäßig – an diesem Wert hat sich kaum etwas verändert. Besonders in einer bestimmten Altersgruppe ist Tabakkonsum nach wie vor weit verbreitet. Die Zahlen zeigen, dass bisherige Präventionsmaßnahmen ihre Wirkung noch nicht vollständig entfalten konnten. Experten sehen weiteren Handlungsbedarf bei gezielten Aufklärungs- und Entwöhnungsprogrammen.

Tabakkonsum verursacht erhebliche gesellschaftliche Kosten durch Erkrankungen, Arbeitsausfälle und Belastungen des Gesundheitssystems. Eine stagnierte Raucherquote ist ein Signal, dass bestehende Präventionsstrategien überprüft und zielgruppenspezifisch weiterentwickelt werden müssen. Wirkungsvolle Entwöhnungsprogramme und niedrigschwellige Beratungsangebote stärken die öffentliche Gesundheit und entlasten langfristig Krankenkassen und Kliniken.

Die Daten liefern eine wichtige Grundlage für evidenzbasierte Gesundheitspolitik auf Bundes- und Landesebene. Für Mecklenburg-Vorpommern, das strukturell mit Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung konfrontiert ist, sind gezielte Präventionskampagnen besonders relevant. Kommunen und Gesundheitsämter könnten auf Basis solcher Studien niedrigschwellige Rauchstopp-Programme ausbauen und besonders betroffene Altersgruppen gezielt ansprechen.