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Wednesday, 23. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Rechte Bildungspolitik: Was Spanien über Sachsen-Anhalt lehrt

Rechtsextreme Parteien versuchen weltweit, Schule und Bildungsinhalte als politisches Instrument zu nutzen. Das Beispiel Spanien zeigt konkret, wie sich dieser Einfluss auf Lehrpläne, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler auswirkt. Für ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, wo rechte Parteien bildungspolitisch an Gewicht gewinnen, ist dieser internationale Vergleich besonders aufschlussreich. Demokratische Bildungssysteme brauchen starke Schutzstrukturen und eine wachsame Zivilgesellschaft.

Bildungspolitik entscheidet darüber, welche Werte und welches Wissen die nächste Generation mitbekommt – sie ist damit ein zentraler Hebel für demokratischen Zusammenhalt oder dessen Erosion. Wenn Schulen zum Austragungsort politischer Machtkämpfe werden, trifft das besonders Kinder aus einkommensschwachen Familien und marginalisierte Gruppen, die weniger Ausweichmöglichkeiten haben. Der Erhalt pluraler, evidenzbasierter Bildung ist eine Grundvoraussetzung für eine handlungsfähige Zivilgesellschaft.

In ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, wo rechtspopulistische Parteien starken Einfluss haben, ist die Frage nach dem Klassenraum als politischem Kampffeld hochaktuell. Internationale Erfahrungen – etwa aus Spanien oder Ungarn – zeigen, wie schrittweise Veränderungen in Lehrplänen und Schulstrukturen demokratische Grundwerte aushöhlen können. Zivilgesellschaftliche Akteure, Lehrerverbände und Elterninitiativen brauchen früh Instrumente, um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Mecklenburg-Vorpommern ist von diesen Dynamiken nicht ausgenommen und sollte entsprechende Frühwarnsignale ernst nehmen.