Rechtsruck in Ostdeutschland: Wer hat wirklich Angst?
Wenn Gesellschaft erst durch Wahlergebnisse aufwacht, werden die Erfahrungen von Betroffenen strukturell ignoriert. Eine demokratische Gesellschaft braucht Mechanismen, die Rassismus und Ausgrenzung dauerhaft sichtbar machen – nicht nur im Wahlkampf. Dieser Artikel erinnert daran, dass Demokratiearbeit ohne die Perspektiven Marginalisierter unvollständig bleibt.
Ostdeutschland und speziell Mecklenburg-Vorpommern haben eine lange Geschichte rechtsextremer Gewalt, die für viele Betroffene längst Alltag ist. Die Frage, wann und warum Gesellschaft hinschaut, ist auch eine Frage politischer Macht. Zivilgesellschaftliche Organisationen in MV, die antirassistische Arbeit leisten, brauchen kontinuierliche Unterstützung – nicht nur nach Wahlen. Dieses Muster zu durchbrechen ist eine konkrete demokratiepolitische Aufgabe für Kommunen und Landespolitik.