Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes: Mehr Schutz für Forschende
Stabile Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft sind eine Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige Forschung und damit für gesellschaftlichen Fortschritt. Wer dauerhaft in Unsicherheit lebt, kann keine langfristigen Forschungsprojekte planen oder Nachwuchs fördern. Die geplante Reform stärkt die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaftskarriere und senkt Hürden, die bislang vor allem Frauen aus der Forschung gedrängt haben.
Für Universitätsstädte wie Rostock und Greifswald, die auf den wissenschaftlichen Nachwuchs als wirtschaftlichen und kulturellen Faktor angewiesen sind, ist diese Reform von direkter Bedeutung. Gelingt es, Kettenbefristungen einzudämmen und Elternzeit rechtssicher zu verankern, werden die Hochschulen des Landes wettbewerbsfähiger im Kampf um kluge Köpfe. Die Reform bietet die Chance, den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern langfristig zu stärken.