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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Reform UK plant 50-Mrd.-Kürzungen bei Behinderten und Ausländern

In Großbritannien plant die rechtspopulistische Partei Reform UK drastische Sozialkürzungen von rund 50 Milliarden Pfund, die gezielt Menschen mit Behinderungen und EU-Bürger mit gesichertem Aufenthaltsstatus treffen würden. Solche Strategien, die die Schwächsten gegen Zugewanderte ausspielen, sind kein britisches Phänomen – ähnliche Muster zeigen sich in ganz Europa, auch in Mecklenburg-Vorpommern. Das Beispiel zeigt, wie wichtig starke kommunale Sozialsysteme und demokratische Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen sind, damit niemand als Sündenbock herhalten muss.

Wenn politische Parteien gezielt Menschen ohne Lobby ins Visier nehmen – Behinderte, Migranten, Geflüchtete – schwächt das den gesellschaftlichen Zusammenhalt und normalisiert Ausgrenzung als legitimes Politikinstrument. Diese Art von Politik ist nicht nur ein britisches Problem: Sie testet, wie weit Gesellschaften bereit sind, Schutzrechte für die Schwächsten aufzugeben, wenn es populistisch verpackt wird. Für eine offene Gesellschaft ist das ein Warnsignal, das ernst genommen werden muss.

Rechtspopulistische Parteien in ganz Europa beobachten genau, was politisch durchsetzbar ist – was in Großbritannien ausprobiert wird, kann anderswo als Blaupause dienen. Die Frage, wer in einer Gesellschaft Anspruch auf Solidarität hat, ist eine demokratische Grundsatzfrage. Initiativen, die Bürgerrechte und soziale Teilhabe verteidigen, werden durch solche Entwicklungen unter Druck gesetzt und brauchen öffentliche Sichtbarkeit.