Ribnitz-Damgarten: 23 Baugrundstücke nur für Dauerwohner
In einer Region, in der Ferienhäuser und Zweitwohnsitze den Wohnungsmarkt für Einheimische zunehmend unter Druck setzen, setzt die Dauerwohnpflicht ein klares Signal: Dieses Bauland gehört denen, die hier leben wollen. Damit wird ein konkretes Instrument genutzt, das Verdrängung verhindert und die soziale Stabilität von Gemeinden an der Ostseeküste schützen kann.
Für Vorpommern ist die Frage, wer in boddenniederungsnahen Lagen tatsächlich wohnen darf, keine abstrakte Planungsfrage, sondern eine über den Zusammenhalt ganzer Gemeinden. Wenn Kommunen konsequent Dauerwohnpflichten durchsetzen, können sie dem Ausverkauf von Wohnraum an Ferienhausbesitzer entgegenwirken. Ob die Vermarktung tatsächlich an Familien und Einheimische geht oder am Ende doch an Kapitalanleger mit Hauptwohnsitz-Trick, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.