Rostock: Betroffene Eltern helfen Familien mit Suchtproblemen
Kinder aus suchtbelasteten Familien tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst psychische Probleme zu entwickeln – frühzeitige Unterstützung kann diesen Kreislauf durchbrechen. Der Peer-Ansatz stärkt gleichzeitig die Handlungsfähigkeit betroffener Eltern und fördert gesellschaftliche Teilhabe statt Ausgrenzung. Das Programm ist damit ein konkreter Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit für vulnerable Kinder in MV.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt im ländlichen Raum über eine dünne Versorgungsstruktur für psychisch erkrankte Familien, weshalb innovative, niedrigschwellige Ansätze wie dieser besonders wertvoll sind. Das Modell könnte auf andere Landkreise ausgeweitet werden, wenn Ausbildung und Koordination strukturell verankert werden. Kommunen und Jugendämter sollten das Programm aktiv in ihre Hilfeplanung integrieren.