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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Sachsen-Anhalts Wirtschaft braucht Zuwanderung – die AfD nicht

Sachsen-Anhalt steht vor einem strukturellen Dilemma: Die Wirtschaft – von der Pflege bis zur Industrie – ist auf zugewanderte Fachkräfte angewiesen, während politische Kräfte im Land genau diese Zuwanderung verhindern wollen. Wirtschaftsverbände warnen offen vor den Folgen einer restriktiven Migrationspolitik für ostdeutsche Kommunen und Betriebe. Dieser Widerspruch zwischen politischer Rhetorik und wirtschaftlicher Notwendigkeit trifft letztlich diejenigen am härtesten, die auf funktionierende Pflegeeinrichtungen und ausgebildete Handwerker angewiesen sind.

Wenn politische Parteien Migrationspolitik gegen die wirtschaftlichen Interessen der eigenen Region betreiben, tragen die Schwächsten die Konsequenzen: Pflegebedürftige ohne Versorgung, Betriebe ohne Nachfolge, Kommunen ohne Steuereinnahmen. Demokratische Gesellschaften brauchen eine ehrliche Debatte darüber, wer die Kosten ideologisch motivierter Politik trägt – und wer davon profitiert, diese Debatte zu verhindern.

Was in Sachsen-Anhalt sichtbar wird, gilt für ganz Ostdeutschland und besonders für Mecklenburg-Vorpommern: Der demografische Wandel ist keine abstrakte Zukunftsgefahr, sondern Alltag. Betriebe, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in MV suchen heute händeringend Fachkräfte. Eine Politik, die Zuwanderung systematisch erschwert, verschärft diesen Mangel – und schadet damit zuerst den Menschen, die auf diese Dienstleistungen angewiesen sind. Konstruktive Antworten liegen in Willkommensstrukturen vor Ort, schnellerer Anerkennung ausländischer Abschlüsse und kommunaler Integrationsarbeit.