Sambia: Zivilgesellschaft kämpft gegen Internet-Abschaltung bei Wahl
Internet-Abschaltungen während Wahlen sind kein technisches Problem – sie sind ein gezielter Eingriff in Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Informationszugang und politische Teilhabe. Wer den digitalen Raum kontrolliert, kontrolliert auch, wer Macht hat und wer nicht. Für eine offene Gesellschaft weltweit ist die Verteidigung eines freien Internets in Wahlzeiten eine Grundsatzfrage, die nicht auf bestimmte Länder begrenzt werden darf.
Die #KeepItOn-Kampagne zeigt, wie internationale Zivilgesellschaft konkreten Druck auf Regierungen ausüben kann – und tatsächlich Wirkung erzielt. Das Modell ist übertragbar: koordinierte Öffentlichkeitsarbeit, offene Briefe und gemeinsame Monitoring-Strukturen funktionieren auch gegen subtilere Einschränkungen digitaler Rechte in anderen Regionen. Für Demokratieverteidiger in Deutschland und Europa ist Sambia kein fernes Beispiel, sondern ein Prüffall dafür, ob internationale Solidarität mehr ist als ein Lippenbekenntnis.