Sandbatterie senkt Fernwärme-Emissionen um 70 Prozent
Günstige und emissionsarme Fernwärme entlastet direkt die Haushaltskassen einkommensschwacher Menschen, die in schlecht gedämmten Gebäuden auf Nah- und Fernwärme angewiesen sind. Sandspeicher nutzen günstigen Überschussstrom aus Wind und Solar und machen ihn als Wärme verfügbar – das verbindet Klimaschutz mit sozialer Entlastung. Dieses Modell zeigt, dass Wärmewende und bezahlbares Wohnen kein Widerspruch sein müssen.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt über zahlreiche kommunale Fernwärmenetze und erzeugt große Mengen Windstrom, der mangels Speicher teils abgeregelt wird – genau hier setzt die Sandbatterie-Technologie an. Kommunale Stadtwerke in Schwerin, Rostock oder Wismar könnten Sandspeicher nutzen, um abgeregelten Windstrom günstig einzuspeisen und die Wärmekosten zu senken. Die vergleichsweise niedrigen Investitions- und Betriebskosten machen das Modell auch für Bürgerenergiegenossenschaften interessant, die in der Fläche Wärmenetze betreiben oder planen. Die finnischen Erfahrungswerte liefern jetzt eine belastbare Datenbasis, um kommunale Investitionsentscheidungen in MV zu untermauern.