Schalter im dunklen Genom: Wie nicht-kodierende DNA Krankheiten auslöst
Die Entschlüsselung des sogenannten dunklen Genoms erweitert das Verständnis von Erbkrankheiten grundlegend und könnte langfristig Millionen Patientinnen und Patienten zugutekommen, deren Erkrankungen bisher genetisch nicht erklärbar waren. Je besser regulatorische Sequenzen verstanden werden, desto gezielter können künftig Therapien entwickelt werden, die nicht nur Symptome behandeln, sondern an den molekularen Ursachen ansetzen.
Die Forschung zu nicht-kodierender DNA ist ein Paradebeispiel dafür, wie grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse mittelfristig in klinische Anwendungen münden können. Für die medizinische Praxis bedeutet das: Genomdiagnostik wird präziser, weil künftig auch Mutationen außerhalb von Proteingenen systematisch bewertet werden. Universitätsmedizinische Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, etwa in Rostock und Greifswald, könnten von diesen Erkenntnissen profitieren und sie in Forschungsprojekte zur Präzisionsmedizin einbinden.