Schlechter Schlaf kostet Ältere bis zu neun Erwerbsmonate
Schlafgesundheit ist ein oft unterschätzter Faktor sozialer Ungleichheit: Wer schlecht schläft, verlässt häufiger früh den Arbeitsmarkt und ist stärker auf soziale Sicherungssysteme angewiesen. Präventionsangebote im Bereich Schlafmedizin könnten nicht nur individuelle Lebensqualität verbessern, sondern auch gesellschaftliche Kosten reduzieren und Chancengerechtigkeit stärken.
Die Studie liefert eine belastbare Grundlage dafür, Schlafgesundheit stärker in betriebliche Gesundheitsprogramme und medizinische Vorsorge ab dem mittleren Lebensalter zu integrieren. Gerade im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo der Fachkräftemangel spürbar ist, könnte der längere Erhalt der Arbeitsfähigkeit Älterer ein wichtiger Hebel sein. Schlafmedizinische Angebote in der Region sollten deshalb stärker ausgebaut und niedrigschwellig zugänglich gemacht werden.