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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Schlechter Schlaf kostet Ältere bis zu neun Erwerbsmonate

Eine aktuelle Studie belegt, dass schwerwiegende Schlafstörungen oder überlanger Schlaf bei Menschen über 50 Jahren die verbleibende Erwerbszeit um bis zu neun Monate verkürzen können. Besonders Menschen mit niedrigerem sozioökonomischen Status tragen dieses Risiko überproportional, was auf eine soziale Dimension des Themas hinweist. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ältere Beschäftigte angesichts des Fachkräftemangels besonders gefragt sind, unterstreichen diese Erkenntnisse die Bedeutung einer zugänglichen Schlafmedizin und betrieblicher Gesundheitsförderung. Präventive Angebote zur Schlafgesundheit könnten dazu beitragen, Erwerbstätigkeit im Alter zu erhalten und soziale Ungleichheiten abzumildern.

Schlafgesundheit ist ein oft unterschätzter Faktor sozialer Ungleichheit: Wer schlecht schläft, verlässt häufiger früh den Arbeitsmarkt und ist stärker auf soziale Sicherungssysteme angewiesen. Präventionsangebote im Bereich Schlafmedizin könnten nicht nur individuelle Lebensqualität verbessern, sondern auch gesellschaftliche Kosten reduzieren und Chancengerechtigkeit stärken.

Die Studie liefert eine belastbare Grundlage dafür, Schlafgesundheit stärker in betriebliche Gesundheitsprogramme und medizinische Vorsorge ab dem mittleren Lebensalter zu integrieren. Gerade im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo der Fachkräftemangel spürbar ist, könnte der längere Erhalt der Arbeitsfähigkeit Älterer ein wichtiger Hebel sein. Schlafmedizinische Angebote in der Region sollten deshalb stärker ausgebaut und niedrigschwellig zugänglich gemacht werden.