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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Schleswig-Holstein weitet Aktionsplan gegen Antisemitismus aus

Schleswig-Holstein baut seinen Aktionsplan gegen Antisemitismus systematisch aus und bindet dabei Schule, Polizei und Justiz strukturell ein. Der Ansatz setzt auf langfristige Prävention statt auf bloße Reaktion nach Vorfällen. Solche ressortübergreifenden Strategien zeigen, dass wirksamer Schutz jüdischen Lebens politischen Willen und klare Strukturen braucht. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo antisemitische Vorfälle ebenfalls dokumentiert werden, wäre ein vergleichbarer Plan ein überfälliges Signal.

Ein strukturierter staatlicher Aktionsplan gegen Antisemitismus stärkt das Sicherheitsgefühl jüdischer Menschen im Alltag und sendet ein klares Signal für eine offene Gesellschaft. Gleichzeitig zeigt dieser Ansatz, dass Prävention institutionell verankert sein muss – in Schulen, Behörden und der Justiz – damit sie dauerhaft wirkt und nicht von politischen Konjunkturen abhängt.

Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Frage, wie weit der eigene Aktionsplan gegen Antisemitismus reicht und ob vergleichbare Strukturen in Schule, Polizei und Justiz bereits bestehen. Ostdeutsche Bundesländer mit historisch stärkerem Aufkommen rechtsextremer Vorfälle stehen hier vor besonders dringlichen Aufgaben. Das schleswig-holsteinische Modell bietet konkrete Ansatzpunkte, die zivilgesellschaftliche Akteure und die Landespolitik in MV aufgreifen könnten.