Schleswig-Holstein weitet Aktionsplan gegen Antisemitismus aus
Ein strukturierter staatlicher Aktionsplan gegen Antisemitismus stärkt das Sicherheitsgefühl jüdischer Menschen im Alltag und sendet ein klares Signal für eine offene Gesellschaft. Gleichzeitig zeigt dieser Ansatz, dass Prävention institutionell verankert sein muss – in Schulen, Behörden und der Justiz – damit sie dauerhaft wirkt und nicht von politischen Konjunkturen abhängt.
Für Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Frage, wie weit der eigene Aktionsplan gegen Antisemitismus reicht und ob vergleichbare Strukturen in Schule, Polizei und Justiz bereits bestehen. Ostdeutsche Bundesländer mit historisch stärkerem Aufkommen rechtsextremer Vorfälle stehen hier vor besonders dringlichen Aufgaben. Das schleswig-holsteinische Modell bietet konkrete Ansatzpunkte, die zivilgesellschaftliche Akteure und die Landespolitik in MV aufgreifen könnten.