Schwächere E-Auto-Regeln kosten Großbritannien 17 Mio. Tonnen CO2
Der Fall zeigt exemplarisch, wie Industrielobbying Klimaschutzgesetze aushöhlen kann und welche messbaren Folgen das für die gesamte Gesellschaft hat. Transparente Folgenabschätzungen, wie sie hier Kampagnengruppen vorlegen, sind ein wichtiges Werkzeug demokratischer Kontrolle und stärken die öffentliche Debatte über verbindliche Klimaziele.
Für die Energiewende in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern ist das britische Beispiel eine Warnung: Aufgeweichte Antriebsvorschriften verschieben den Übergang zur Elektromobilität und erhöhen die langfristigen Emissionen. Plug-in-Hybride gelten als Übergangstechnologie, werden aber im Alltag häufig kaum elektrisch betrieben, was ihre Klimawirkung stark mindert. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften in MV, die auf Ladeinfrastruktur setzen, brauchen klare politische Rahmenbedingungen, um ihre Investitionen planungssicher zu gestalten.